
Zwischen Baumkrone und Baumschnitt – Baumpflegeseminar der Landschaftsgärtner
Zwischen Baumkrone und Baumschnitt – Baumpflegeseminar der Landschaftsgärtner
Wie entscheidet man eigentlich, ob ein Baum geschnitten werden muss? Wie müssen Bäume entlang von Wegen fachgerecht gepflegt werden? Und wie gelangt man sicher in eine Baumkrone, wenn Arbeiten in größerer Höhe notwendig sind? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich unsere angehenden Landschaftsgärtner des 3. Ausbildungsjahres bei einem zweitägigen Baumpflegeseminar im Hubenloch in Villingen.
Unter fachkundiger Anleitung von Bernd Musselmann (Baumsachverständiger) und Mitarbeitern der Firma Vitarbor Baumleben (Seilklettertechnik) setzten sich die Lernenden intensiv mit dem Lebewesen Baum auseinander. Bevor die ersten Äste geschnitten wurden, galt es zunächst zu beurteilen, ob und in welchem Umfang ein Eingriff überhaupt notwendig ist. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten die jeweiligen Bäume, tauschten Argumente für und gegen einen Rückschnitt aus und lernten so, Maßnahmen der Baumpflege fachlich zu begründen. Denn professionelle Baumpflege bedeutet nicht, möglichst viele Äste zu entfernen, sondern gezielt und möglichst schonend in die Entwicklung eines Baumes einzugreifen.
Anschließend ging es an die praktische Umsetzung. Ein Teil der Gruppe widmete sich den Bäumen entlang der Wege. Dort wurden notwendige Pflegemaßnahmen durchgeführt und Äste fachgerecht zurückgeschnitten, um das erforderliche Lichtraumprofil entlang der Verkehrs- und Wegeflächen zu erhalten. Für die zweite Gruppe ging es hoch hinaus. Die angehenden Landschaftsgärtner/-innen erhielten einen praktischen Einblick in die Seilklettertechnik. Mit spezieller Kletter- und Sicherungsausrüstung lernten sie, wie man sich gesichert am Seil in einem Baum bewegt, sich innerhalb der Baumkrone positioniert und dort schonend fachgerechte Pflegearbeiten durchführen kann. Dabei wurde schnell deutlich, dass bei Arbeiten in großer Höhe neben Kondition und Geschick vor allem Konzentration, ein sicherer Umgang mit der Ausrüstung und eine gute Einschätzung des Baumes gefragt sind. Ein abwechslungsreicher Praxiseinsatz, bei dem es für unsere angehenden Landschaftsgärtner nicht nur fachlich, sondern teilweise auch einige Meter nach oben ging!





